Samstag, 18. Januar 2014

Elli, Teil 1

Man kann sagen dass es sich wohl so zugetragen hat.
Man kann aber auch sagen es war reine Illusion, ein Traum ein Erlebnis zwischen den Welten.
Aber es war...
einmal eine Frau in den besten Jahren.

Sie lebte in einer Kleinstadt, mehr oder weniger zufrieden in ihrem Umfeld.
Alles verlief in geordneten Bahnen, gut geplant, gut organisiert , ganz normal halt.
Die Frau, nennen wir sie Elli, lebte in einer langjährigen Ehe.
Ihre beiden Kinder waren längst flügge und schon etliche Jahre aus dem Haus.
Anfangs dachte sie, dass der leere Platz, den Beide hinterließen, sich nie mehr füllen würde.
Diese Leere war wie ein großes Loch, in das sie anfangs stürzte und sie verschlang.
Aber komischerweise war dieser Zustand doch nicht von Dauer trotz der Stärke ihrer Empfindungen .der Und der Alltag, wenngleich nun auch ein völlig anderer, nahm sie wieder in Beschlag.
Darüber war sie froh.
Mit ihrem Ehemann verband sie eine Art Hassliebe.
Die 30 Jahre ihrer Zusammengehörigkeit hatten bei beiden Spuren hinterlassen.
Aus Liebe wurde, nach einigen Kämpfen und unterschiedlichen Anschauungen, Freundschaft.
Und ein gegenseitiges akzeptieren der Marotten, die jeder von ihnen an den Tag legte.
Manchmal jedoch überkam sie ein sehr starkes Gefühl
von Sehnsucht, von dem Wunsch, alles hinter sich zu lassen,
von dem Begehr, nochmal ganz neu durch zu starten ohne diese Anhängsel von Ehemann !
Alles erschien ihr dann irgendwie unerträglich.
Und während sie die übliche Hausarbeit erledigte, entglitt sie unmerklich in eine andere Dimension.

Draußen fuhr mit großem Getöse ein Notarztwagen an ihr vorbei.
Sie wohnten am Stadtrand, in der Nähe eines Naturschutzgebietes.
Dort gab es zur Sommerszeit ein Zusammentreffen vieler  Menschen mit Hunden aller Rasen und Größenordnungen , denn es gab große weite Felder und Wiesen.
Keine gefährliche Straße behinderte die freilaufenden Hunde, die sich spielerisch mit ihren Kumpels austobten, während sich die Herrchen und Frauchen ein gemütliches Pläuschen gönnten.
Ihr Mann war bereits schon eine Stunden mit Rudolph, genannt Rudi unterwegs.
Ein verträglicher, alter Mischlingsrüde, undevinierbarer  Art und Rasse, aber liebenswert und klug.
Eigentlich sollten die Beide schon längst wieder Zuhause sein, denn gar so weite Strecken waren Rudi nun doch nicht mehr zu zumuten.
In Erwartung der Beiden begann sie, die Wohnung mit dem Staubsauger zu bearbeiten,
eine Tätigkeit, die ihr gar nicht gefiel , lieber würde sie jetzt die angefallene Wäsche bügeln,
"aber was sein muss, das muss sein" dachte sie und legte los.
Durch das laute Motorengeräusch, der Staubsauger zählte noch zu einem älteren Modell ,
 ("aber solange er nicht kaputt ist, tut er doch durchaus noch seine Dienste, wozu da Geld ausgeben...Originalton ihres Ehemannes )
überhörte sie fast das klingeln an der Wohnungstüre.
Etwas genervt  fragte sie durch die Sprechanlage wär da was von ihr wolle.
Ihr Mann klingelte nie, er hatte immer einen Schlüssel dabei, was der kurze Blick auf das Schlüsselbrett bestätigte.
Es war die Polizei.!

Vortsetzung folgt
verlinkt mit                           Hier bin ich dabei: 
                                       http://formlos-lebendige-augenblicke.blogspot.de/

Kommentare:

  1. Spannend geschrieben. Nicht nur der Cliffhanger sondern auch die vielen Andeutungen in den Nebensätzen und zwischen den Zeilen lassen mich natürlich auf die Fortsetzung neugierig sein. Bin gespannt, wie's weiter geht.

    Herzlichen Gruß
    Brigitta

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  2. Das ist unheimlich. Bin sehr gespannt was daraus wird! Auf seine Art sehr vergnüglich zu lesen.

    Gruß
    Beate

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  3. Ohh jetzt bin ich aber auf die Fortsetzung gespannt !!

    LG, Michaela

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  4. Hallo Jutta,
    ich habe gesehen, dass Du auch für Brigittas Projekt eigene Texte schreibst. Die Beziehungsebene hast Du sehr real geschrieben, wobei mich dies in Ansätzen an unsere täglichen Umgangsformen im Haushalt erinnert (Mann und Frau können aber nie mit ihren Denk- und Sichtweisen identisch sein). Den Schluß finde ich spannend, wobei die Tatsache, dass es mit einer Fortsetzung weitergeht, eine enorme Erwartungshaltung erzeugt.

    Gruß Dieter

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Falls euch dazu was einfällt, ich würde mich über eure Ansichten dazu freuen.
Dankeschön