Dienstag, 14. Januar 2014

Nebel... ein Beitrag für...


..." Formlos "
Der Nebel hat etwas beängstigende an sich.
Besser gesagt etwas bedrückendes, unaussprechliches.
Im Grunde ist es ein ganz normales Wetterphänomen.
Nebel ist nichts anderes als eine große Wolke, die Bodenkontakt hat und durch Streuung elektromagnetischer Wellen sichtbar wird.
Man nennt dies Mie-Streuung Quelle Wikipedia
Doch so simpel und einfach und auch normal alles dadurch erklärbar ist, für mich ist Nebel eine Stimmung, die mich nicht grade angenehm berührt.
Nebel ...
Ich gehe mit dem Hund die vorabendliche Gassirunde,
Noch haben wir Winterzeit, bzw, normale Zeit und es ist bereit um 17 Uhr sehr dunkel, so, als wäre es mitten in der Nacht.
Der wallende Nebel tut sein übliches dazu und ich laufe wie durch Watte.
Viel ist nicht los auf dem Gehweg, obwohl ich eine Hauptstraße entlang gehe...der Stoßverkehr durch die arbeitende Bevölkerung, die nach hause streben möchte, ist entweder schon vorbei oder setzt erst noch ein.
Kein Mensch begegnet mir, es ist sehr still ich höre nur das tropfen der Blätter in den großen Bäumen, die sich über mir wie ein großes Zelt wölben, die Hausbesitzer müssten mal wieder ihre Baumriesen zurecht stutzen, aber wo kein Kläger, da kein Richter.
Und eigentlich finde ich es doch ganz schön, vor allem im Sommer, wenn ihr Laub einen natürlichen Sonnenschirm darstellt.
Hinter mir raschelt es hin und wieder und jedes mal drehe ich mich um, man weiß ja nie...!
Tja und wenn dann doch eine Gefahr drohen würde, ein freilaufender, großer Hund zum Beispiel, oder eine vermummte, mit Kapuze ins Gesicht gezogene Gestallt, die mir oder meinem Hund etwas Böses will !
Wie würde ich reagieren, was würde ich dann tun ?
Ich muss innerlich meinen Kopf schütteln, zu albern diese Gedanken, es ist weder Nacht,  noch bin ich in einer gottverlassenen Gegend unterwegs.
Ich habe mein Handy dabei und den Notruf  im Kopf, also keine Panik, das ist ja lächerlich !
So ermutigt gehe ich zügig durch die graue Nebelwand, die sich nur leicht lichtet, wenn der Kegel der Straßenbeleuchtung ein schummriges Licht spendet, immerhin.
Es ist auch so leise, sogar meine Schritte kommen mir gedämpft vor, alles Einbildung, oder ?
Jetzt schlägt auch noch die Kirchturmuhr, die bereits ein paar hundert Meter hinter mir liegt, ich komme mir vor wie in einem alten Alfred Hitchcock-Film.
Aber dafür bin ich mittlerweile schon in meiner Straße und jetzt fahren endlich wieder Autos an mir vorbei und der Nachbarshund, der nervöser Dackel von gegenüber, bellt erfreut, als er uns entdeckt.
Alles ist gut, Nebel hin oder her, ich sollte vielleicht mal lernen, nicht ganz so ängstlich zu sein, draußen im Dunkeln und bei Nebel...
Am nächsten Tag steht in der heimatlichen Tageszeitung, dass genau in der Zeit meiner frühabendlichen Gassirunde ein Mädchen überfallen wurde und der Täter mit dem entwendeten Handy flüchten konnte.
Die beschriebene Straßenecke habe ich gestern überquert...Gottseidank in die andere Richtung





Kommentare:

  1. Eine unheimliche Stimmung wirklich schön beschrieben. Glück gehabt, kann man sagen.

    herzlichen Gruß
    Brigitta

    AntwortenLöschen
  2. Gruslig und dabei schaurigschön, liebe Jutta. Ja wirklich .... zum Glück hattest Du diese schlimme Begegnung dabei nicht. Heute muss man schon achtsam sein!

    LiebenGruß
    Beate

    AntwortenLöschen
  3. Uuhhh, da hätte ich im Nachhinein noch riesig Angst. Aber den Nebel, den liebe ich. :-)

    Liebe Grüße,
    Vera

    AntwortenLöschen

Falls euch dazu was einfällt, ich würde mich über eure Ansichten dazu freuen.
Dankeschön