Freitag, 10. Januar 2014

2014 statt 2013 ...

...und es ist alles noch wie vorher, nichts hat sich geändert außer der " 4 "  bei 2013
Im Grunde ist das auch in Ordnung so für mich.
Denn Änderungen bringen bekanntlich ja nicht immer Gutes mit sich.
Vielleicht hängt meine Einstellung ja auch mit dem Alter zusammen.
Ich bin nun mittlerweile 64 Jahre alt geworden, und da grübelt man schon hin und wieder über all die Jahre nach.
Über die, die waren und über die, die hoffentlich noch in relativer größerer Anzahl kommen werden.
Wobei, man eigentlich darauf keinen Gedanken verschwenden sollte.
Zumindest keinen tiefschürfenden, denn
" Der Mensch denkt, aber Gott lenkt !  "
Trotzdem, wenn ich mal etwas , sagen wir, melancholisch drauf bin, dann kommen schon so Gedanken, leicht beunruhigend und nicht gerade positiv.
Es ist ja so...als man noch jung war, da kam einem das Leben vor wie ein unerschöpfliches Füllhorn !
Und das gehört sich auch so !
Man hat im Normalfall ( davon spreche ich jetzt mal hier ) das ganze Leben noch vor sich und kann werkeln und planen was das Zeug hält !
Aber einer gewissen Lebensphase tauchen dann erstmal leichte Nachdenklichkeiten auf.
Man nennt das wohl Midlife Crisis !
Dies Zeit geht mehr oder weniger dramatisch vorüber, für den einen gibt es Veränderugen, der andere mogelt sich irgendwie durch.
Dann geht das Leben den eingefahrenen Weg weiter.
Aber die nächste Stolperschwelle ist schon in Sicht.
Das ist die, wo man erkennt, upps, wo ist denn die Zeit geblieben, all die Jahre deines Lebens...wohin sind sie bloß verschwunden ???
Die Vergangenheit hat nun größere Ausmaße angenommen als die Zukunft !
Und spätestens da wird mit Sicherheit jeder Mensch irgendwann man nachdenklich.
Es wird ja so sehr viel über das positive alter gesprochen.
die Talkshows verarbeiten dieses Thema in regelmäßigen Abständen.
Die Illustrierten berichten davon mit Tipps und Reportagen über die neuen, glücklichen Alten !
Auch wieder Ansichtssachen, nicht ?!
Und alles ist relativ, hängt von der Persönlichkeit, dem Geldbeutel und der Gesundheit ab.
Die Persönlichkeit dazu habe ich meines Erachtens.
Die restlichen 2 Punkte sind leider negativ behaftet !
Als Durchschnittsrentner kann man nicht gerade große Sprünge machen.
Von wegen, mal schnell zur Selbstverwirklichung einen Meditationskurs in der Bretagne starten...!
Selbst Kurse in der VHS vor Ort kosten Geld .
Egal, der letzte Punkt ist der ausschlagebenste Punkt im " Glückliches Alter -Image "
Die Gesundheit!
Die Arthrose schlägt zu, in den Knieen ( eines  hatte schon eine Ausbesserung, mit dem netten Hinweis: " also in den beiden Knieen werden sie früher oder später ein künstliches Gelenk brauchen."  )
Die rechte Hüfte fängt auch an zu motzen.
Fibromyalie wurde diagnostizier!
Schulter und Halswirbelsäule schmerzen bei jeder Bewegung.
Die Luft könnte irgendwann mal knapp werden  " Copd"=cronisch obstruktive Atemwegserkrankung
Und noch diverse Kleinigkeiten...und die Angst vor Demenz, Schlaganfall, Herzinfarkt  und der Abhängigkeit von fremden Personen.
Schluss mit dem Horrorszenario,
es muss und will weitergehen!

Aber wie oben bereits erwähnt:  "Trotzdem, wenn ich mal etwas , sagen wir, melancholisch drauf bin, dann kommen schon so Gedanken, leicht beunruhigend und nicht gerade positiv."








Kommentare:

  1. Hallo liebe Jutta,
    bei mir war so ein einschneidendes Ereignis gewesen, als meine Eltern pflegebedürftig geworden sind. Mein Vater war schon länger dement, dazu kriegsversehrt (hat mit 20 seinen linken Arm verloren). Mutti hat sich immer schon um alles gekümmert. Dann konnte sie nicht mehr. Hat erst körperlich abgebaut, dann geistig. Zuerst haben meine Schwerster und ich sie abwechselnd in ihrer eigenen Wohnung gepflegt. Aber auf Dauer ging das nicht. Dann haben wir ein schönes Pflegeheim für sie ausgesucht. Sind im ersten Jahr zweimal täglich hingefahren um sie zu besuchen (sie sollten sich nicht abgeschoben vorkommen), dann „nur noch“ einmal am Tag. Das ziehen wir bis heute so durch. In der ersten Zeit hat mir das kolossal zugesetzt. Zu sehen, wie es ist, wenn man will und nicht kann. Wenn man bei allen Dingen auf Hilfe angewiesen ist. Wenn der Geist abbaut und der Mensch, der einem so vertraut ist ein ganz anderer wird. Ich habe ganz viele Nächte wachgelegen und mich da sitzen sehen, abhängig von anderen. Mir kamen ständig die Tränen. Zum einen hat es mir so leid getan meine Eltern so zu erleben. Dann war ich gerührt, wenn ich beobachtet habe wie geduldig und liebevoll viele Pfleger mit den Bewohnern umgehen. Oder erschüttert, wenn ich die andere Sorte erlebt habe.
    Mittlerweile kann ich es nehmen wie es ist. Das Jetzt genießen und ansonsten einfach mal abwarten, was kommt. Ich versuche von Natur aus immer positiv zu denken.
    Die Alterswehwehchen (bin 55) machen sich auch bemerkbar. Versuche dem durch gesunde Ernährung und Bewegung an frischer Luft, tägliche Rückengymnastik usw. so gut es geht entgegenzuwirken. Da beide Elternteile dement sind, tute ich auch einiges um auch den Kopf fitzuhalten. Immer wieder etwas Neues auszuprobieren, ihn zu fordern.
    Mir tut es auch sehr gut mich mit meiner Tochter auszutauschen. Sie hat auch so eine positive Einstellung und wenn ich mal schlecht drauf bin, dann macht sie mir Mut, baut mich auf. Wo ich ein Problem sehe, da zeigt sie mir eine Lösung. Und ich weiß, im Notfall kann ich auf sie zählen.
    Ansonsten höre ich mehr auf meinen Körper als früher, mache Dinge die mir gut tun. Lege Pausen ein. Nehme mir genug Zeit für mich. Das klappt zwar nicht immer aber oft. Vielleicht hilft es. Vielleicht nicht.

    Lass dich mal lieb drücken (mir ist gerade danach).

    Liebe Grüße
    Uschi

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  2. Liebe Jutta,

    das einzige Mittel, was am besten hilft, ist Ablenkung.
    Seit dem Verlust meiner Schwester am 07.11.2011 lebe ich nur noch von Ablenkung.

    So, wie ich möchte, kann ich mich nicht ablenken. Zum Studieren fehlt die Gesundheit.
    Ich musste mit 38 Jahren in den Ruhestand wegen Erschöpfung.

    Viel Kraft und Zuversicht wünscht dir
    Elisabeth

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  3. Hallo liebe Jutta,
    viel Kraft, nette Menschen um Dich herum und Humor für den Alltag wünsche ich Dir. Die Geschichte mit der Arthrose kann ich begleiten, da bei mir diese Schmerzen vor zehn Jahren angefangen haben. Ich bin noch keine 60 Jahre und muß auch noch arbeiten ... Die Kunst ernährt nicht ;)
    Wir wollen, wenn mein Mann in die Altersteilzeit geht in eine kleinere Wohnung ziehen. Es soll überschaubarer werden und ein wenig einfacher in der Pflege. Wir versuchen aus jedem Tag etwas zu machen und ich treibe eingeschränkt Sport: Aquatraining. Das hilft mir ganz gut und es ist eine lustige Truppe.

    Herzliche Grüßle von Heidrun

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  4. Hallo Jutta,
    genau so ist es, diese Gedanken habe ich auch und du sprichst mir aus der Seele.
    Oft denke ich, was wird da noch alles kommen? Gut das man das nicht weiß, aber ich denke solche Gedanken sind ganz normal.
    Ich bin jetzt 58 und muß noch mindestens 5 Jahre arbeiten, manchmal frage ich mich, wie soll das gehen?
    Da man nicht in die Zukunft sehen kann und ich eigentlich ein positiv denkender Mensch bin, sage ich einfach: "Schaun wir mal!"
    Liebe Grüße,
    Heidi

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  5. Lieben danke an alle, die hier so offen über ihre Gedanken hier geschrieben haben.
    Es beruhigt mich ein wenig, wenn ich lese, dass ich mich nicht alleine mit all diesen Problemen des Alterns befasse.
    Ganz lieben Dank dafür.
    Herzliche Grüße
    Jutta
    Jutta

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Falls euch dazu was einfällt, ich würde mich über eure Ansichten dazu freuen.
Dankeschön