Mittwoch, 12. Februar 2014

Aus und vorbei ... ?!

Teil 2

Es wird sich soviel verändern, alles wird beschwerlicher, mühsamer und man fühlt sich jetzt auch alt, kaputt und verbraucht.
Waren es vorher Schmerzen, die man gut mit Tabletten behandeln konnte,
( Obwohl, so ganz nahmen sie mir den Schmerz ja nie ) sind es jetzt
Unannehmlichkeiten, die nur , angeblich, mit einer Operation zu beheben sind.
Ich bin noch nicht bereit, mich damit abzufinden.
Es geht mir einfach nicht in den Kopf, dass ich jetzt das Stadium erreicht habe,
das mein Vater einst durchgemacht hat und es gruselt mich !
Zu gut kann ich mich noch daran erinnern, an die vielen Monate der Reha
und dass das Leben nicht mehr das war, was es vorher bedeutet hatte.
All die Einschränkungen, diese Umstände...!
Ich will das nicht, noch nicht, warum jetzt schon !
Ich bin gerade mal 64 Jahre alt.
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Mein Geist ist fit und jung, warum dann mein Körper nicht mehr !
Alles in mir lehnt sich auf und irgendwie hoffe ich ,dass alles nur ein Traum ist,
ein böser Traum, ein Alptraum.
Ich werde aufwachen und alles ist wieder gut.
Ich schnappe mir meinen Hund und laufe mit ihm durch die Gegend, schnell,
zügig und mindestens eine gute Stunde lang.
Wie soll das bloß in Zukunft nun werden, wie ?
Ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, dass ich mich jetzt grundlegend ändern muss.
Meine Einstellung zum Leben, zu den Dingen, die ich so nicht mehr machen werde können.
Das körperliche Altern hat mich eingeholt.
Unabdingbar, endgültig und fordernd.
Herausfordernd,, weil ich nicht einfach aufgeben möchte.
Ich bin körperlich alt, das ist eine Tatsache.
Es kommen ja noch viel mehr Beschwerden dazu, ich will nicht mit ihnen kokettieren,
ich weiß aber dass sie real sind.
Nicht mehr weg zudenken oder weg zu hoffen.
Ich lebe in einem schönen, persönlichem Umfeld, aber irgendwie tröstet es mich gerade
nicht darüber hinweg !
Ich muss erst mal mir mir alleine klar kommen.
Diesen Gedanke des Altseins , der Krankheiten und der anderen Lebensumständen in mir aufnehmen,ihn analysieren und in ein für mich erträgliches Maß umwandeln.
Die Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling und nun ...zu was ?
Bei meiner körperliche Vorgeschichte werden irgendwann  Rollator, Tablettenschächtelchen, Blutdruckmessgeräte, Blutzuckermesser,  mein neues Leben bestimmen.
Rehas werden sich aneinander reihen, eine schwarze Perlenkette...rechtes Knie***linkes Knie***rechte Hüfte...usw.
Ein wandelndes Ersatzteillager, die Technik lebe hoch.
Natürlich, wir sind ja auch dankbar dafür !
Meine Großmutter sagte immer
"Wer nicht alt sein will, der muss jung sterben " !
Sie hat Recht, aber natürlich will dies ja auch keiner.
Also Zähne zusammen beißen und durch.
Durch all die kommenden  Unannehmlichkeiten, durch all das, was nun auf mich zukommt,
Durch und das Beste raus holen.
Das Beste von was ...?
Ich werde es wohl erleben... hoffentlich !

"Das Resüme" folgt demnächst hier

Verlinkt mit : formlos-lebendige-augenblicke





















Kommentare:

  1. Hallo liebe Jutta,

    deine Verzweiflung und auch die Angst vor der Zukunft, die ich in deinen Zeilen lese, kann ich natürlich gut verstehen.
    Andererseits dachte ich während des Lesens: hoffentlich werden deine Gedanken nicht eine "sich selbst erfüllende Prophezeiung".
    Es ist doch nicht sicher, dass alles so kommt, wie du befürchtest?
    Vielleicht ist es auch gut, den Fokus auf das zu legen, was du heute noch gut tun kannst, statt auf das, was du demnächst vielleicht nicht mehr kannst.
    Und möglicherweise gibt es außer den operierenden Ärzten ganz andere Heilungsmöglichkeiten für dich.
    Vielleicht googelst du dich mal durchs Internet. Es gibt so viele Geschichten darüber, wie "unheilbare" Krankheiten plötzlich doch verschwunden sind oder eingedämmt wurden.

    Andererseits weiß ich natürlich, dass ich "gut Reden habe". Uns trennen noch etwa 10 Jahre, deine Schmerzen muss ich auch nicht fühlen und überhaupt …
    Insgesamt ist es nicht ganz so leicht, etwas dazu zu schreiben. Außer vielleicht: ich wünsche dir sehr, dass du Wege findest, ein frohes Leben zu leben.

    lieben Gruß
    Brigitta

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    1. Ich danke dir sehr für deine lieben Zeilen.
      Wir werden sehen, wie sich das alles entwickelt.
      LG
      Jutta

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Falls euch dazu was einfällt, ich würde mich über eure Ansichten dazu freuen.
Dankeschön