Sonntag, 16. Februar 2014

Das Sonntags-Zitat #1

Hier werde ich ab sofort jeden Sonntag ein Zitat eines bedeutenden Menschen vorstellen
Und meine Gedanken dazu.
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Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben-
Aber es hat ganz genau soviel Sinn als wir selber ihm zu geben im Stande sind.
Herman Hesse

Und ich glaube, das genau ist die Krux.
Wir alle sind früher oder später mal auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.
Sei es hervorgerufen aus 
einem Unglück, aus Frust oder Langeweile, aus Krankheit oder Verlust gleich jedweder Art...irgendwann fragen wir nach dem Sinn.
Es kann ein schwerer, enttäuschender, aber auch ein erfolgreicher Weg sein, den wir dann gehen.
Je nach dem, was wir uns davon erwarten.
Einige glauben, es gäbe diesen Sinn des Lebens ! 
Nur, weil wir ihn offenbar manchmal nicht verstehen können, so wäre er eine unleugbare Tatsache. Man müsse nur daran glauben und alles so hinnehmen, wie es kommt. Es hat alles seinen Sinn.

Andre wiederum verzweifeln daran, denn wo ist der Sinn in der Sinnlosigkeit von Mord, Vergewaltigung, Krieg und Gewalt ?!
Wie kann man darin einen Sinn sehen ?
Ich weiß es auch nicht und ich wage es nicht, vom Sinn des Lebens in diesem Fall zu sprechen.

Mein Verständnis vom Sinn des Lebens ist einfach .
Ich werde ihn nie erfahren.
Ich werde nie hinter die mystischen, unerklärbaren, abstrakten Dinge und Geschehnisse, die einem im Laufe eines Lebens begegnen kommen, nie erfahren, für was dies oder jenes einen Sinn ergibt.
Aber ich weiß, dass ich ein klein wenig Sinn schaffen kann für mich, durch mein eigenes handeln, durch verwirklichen meiner Gedanken und Ideen, einfach durch das Führen eines Lebens, wie ich es mir vorstelle.
Und mich nicht davon abbringen lasse.
Eben so , wie Hermann Hesse sagt ...
"Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben-
Aber es hat ganz genau soviel Sinn als wir selber ihm zu geben im Stande sind. "

Kommentare:

  1. Ich versuche oft, 'hinter die Dinge zu schauen', die mich persönlich oder mein nahes Umfeld betreffen.
    Warum ist eine Sache so gelaufen, wie sie nun mal gelaufen ist. Manches gibt im ersten Moment keinen Sinn.
    Oft erschließt sich der Sinn hinter den Dingen erst viel später.Wenn wir von uns sagen können, ein Leben zu führen,
    so wie wir es uns vorstellen, dann haben wir bestimmt schon viel erreicht.
    Einen schönen Restsonntag wünscht dir
    Martina.

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  2. Hallo Jutta,
    die Form gefällt mir. Es gibt einige Blogs, auf denen Sprüche zitiert werden. Dass Du dann noch reflektierst bzw. Dir Gedanken dazu machst, finde ich schön. Mir fehlt ja manchmal auch eine Verbindung von Sprüchen zu meinen Texten (weil ich i.d.R. in meinen Büchern herumblättere bzw. googele und dabei nicht immer etwas passendes finde). Ich denke, Sinn des Lebens muss jeder für sich selbst definieren. Sinn des Lebens ist für mich so etwas wie Inhalt. Das können Beziehungen, Freunde, Familie sein, das kann auch Berufung oder Beruf sein, dass kann auch - global ausgedrückt - die Hilfe gegenüber Mitmenschen sein. Wie Du auch schreibst, steckt da auch Mythos, Unerklärlichkeit oder Abstraktheit hinter. Ich sehe den Sinn des Lebens als flexibel an. Situations- oder Lebens-Alters-bedingt können das viele verschiedene Dinge sein.

    Gruß Dieter

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  3. Der Spruch gefällt mir. Hinter den Sinn des Lebens und was das Leben mit mir gemacht hat, bin ich noch nicht gestiegen. Aber ich versuche dem Leben einen Sinn zu geben und das sprichtwörtliche Glas immer mindestens halb voll zu halten. Das ist manchmal nicht leicht, weil ich denke, was das Leben mit mir macht kann nicht gerecht sein.
    Als mich vor 16 Jahren der Krebs erwischt hat mit einem kleinen Kind, dachte ich mir, du kannst dich nicht gehen lassen, du kannst auch nicht krank sein, du hast keine Zeit dafür. Das Glas war halb voll, weil es einen Sinn hatte und es ging. Als mich dieser ekelhafte Kerl Krebs vor 4 Jahren wieder und heftiger erwischte, die Ärzte meinten, ich hätte schon 12 geschenkte Jahre gehabt, war mein Glas immer noch halb voll. Es war schwer und es war schlimm, aber mir wäre nie in den Sinn gekommen, dass ich das nicht packe und ich habe es gepackt, konnte sogar wieder arbeiten und jetzt macht es für mich Sinn, mit dem Arbeiten aufzuhören und all das zu genießen, was ich noch genießen kann. Ich musste viele meiner Hobbies wie z.B. das Ski fahren aufgeben, weil es eben nicht mehr geht. Dafür sind andere Interessen dazu gekommen und die möchte ich noch genießen. Auch dieser Lebensabschnitt soll seinen Sinn haben und das Glas bleibt immer noch halb voll.
    Tschüssi Brigitte

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Falls euch dazu was einfällt, ich würde mich über eure Ansichten dazu freuen.
Dankeschön