Sonntag, 2. März 2014

Das Sonntags-Zitat # 3

Ich denke viel an die Zukunft, weil das der Ort ist, wo ich den Rest meines Lebens verbringen werde.
Woody Allen (*1935), eigtl. Allen Stewart Konigsberg, amerik. Regisseur, Schauspieler, Gagschreiber u. Schriftsteller  - Quelle: Lexikon d. Schönsten Sprichwörter & Zitate

Irgendwie gefällt mir dieser Ausspruch.
Vielleicht gerade deswegen, weil es in unserer Zeit ja immer heißt, man solle im Hier und Jetzt leben.
Die Vergangenheit ruhen lassen und keinen Gedanken an die Zukunft verschwenden...es käme eh immer anders, als man denkt.
Nach dem ansich weisen Spruch : " Der Mensch denkt, aber Gott lenkt ! "
Gut, ja , so könnte man es auch sehen, aber...
vielleicht ist es doch klug, sich hie und da Gedanken darüber zu machen, wie man eigentlich in Zukunft, bei mir heißt es mittlerweile im Alter, leben möchte.
Denn, so abwegig scheinen dies Gedanken nicht mehr zu sein, man denke an all die Angebote für Senioren-Wohnen zum Beispiel, die jetzt überall auftauchen und für die kräftig die Werbetrommel gerührt wird. 
In der Marktwirtschaft macht man sich schon emsig Gedanken, wie man die alten Menschen gewinnbringend unterbringen kann! 
Die Zeiten haben sich schließlich geändert, man muss sich überlegen, wie er aussehen soll, der Rest seines Lebens, das sogenannte letzte Drittel !
Früher war es Gang und Gebe, dass sich im besten Falle die Kinder, falls vorhanden, um die alten Eltern gekümmert haben.
Bei den Bauern gab es z.B. das sogenannte "Austragshäusel."
Oder man brachte die Eltern, oder einen Elternteil mit im eigenen Haus oder der Wohnung unter, oftmals unter eigentlich nicht gerade zumutbaren Gegebenheiten, aber man fühlte sich dazu moralisch verpflichtet.
Jetzt, im 21.Jahrhundert sind die Weichen anders gestellt.
Gut, es mag Ausnahmen geben, aber davon sei hier mal nicht die Rede, das ist wieder ein anderes Kriterium.
Ich gehe mal von mir/uns aus. Beide Töchter , eine ist Single die Andere in einer festen Beziehung, leben einmal in einer weit entfernten Stadt, die Andere noch hier vor Ort.
Weiter Verwandet gibt es weder bei meinem Mann, noch bei mir.
Zu beiden Töchtern haben wir ein inniges und herzliches Verhältnis, aber uns würde nicht im Traum einfallen sie einzuplanen in unseren Lebensabend,  hilfstechnisch meine ich damit.
Also muss ich mir schon Gedanken darüber machen, wie ich den Rest meines Lebens verbringen werde, und wo !
In einem Seniorenwohnheim, im Betreuten Wohnen, vielleicht sogar in einer Senioren-WG ? Oder in der eigenen Wohnung bleiben, bis halt dann nur noch das Alten oder Pflegeheim ansteht ?
Der Ort, an dem ich den Rest meines Lebens verbringen werde, dieser Ort hat etwas magisches an sich, etwas surrealistisches und irrationales.
Und doch ist unabänderlich eine feststehende Tatsache, mit der ich nun anfange, mich anzufreunden, mich darauf einzustellen und zu planen,...auch wenn es manchmal anders kommt, wie man denkt !









                                                                                                              










Kommentare:

  1. Liebe Jutta,
    du sprichst mir aus der Seele, mit zunehmendem Alter macht man sich diese Gedanken, wie und wo man
    den Lebensabend verbringen wird, wenn alles beschwerlich wird, aber auch mein Mann und ich würden
    in keinem Fall unsere Tochter dazu verpflichten bzw. die Andeutung machen, dass das für uns in Frage käme,
    obwohl wir uns sehr gut verstehen und ein super Verhältnis haben. Ich würde diese Bürde meiner Tochter niemals
    aufladen wollen.
    Jeder hat sein Leben und die Zeiten des Auszugshäusels oder wie auch immer sind Geschichte und es liegt an
    uns, diesem Ort, egal ob Wohnheim usw. etwas Magisches abzugewinnen.
    LG und schönen Sonntag.
    Sadie

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  2. Hallo Jutta,
    das Leben im "Hier und Jetzt" hat schon seine Richtigkeit. Den Augenblick zu leben ist das Leben. Deshalb kann man sich doch für die Zukunft etwas zum Ziel machen, etwa "so möchte ich es einmal haben", im Großen und Ganzen. Weichenstellungen sind dann wieder angebracht, wenn sich die Umstände verändern.
    Es ist gut der Kapitän seines Lebensschiffes zu sein und zu bleiben. Dennoch bleibt das Leben nicht bis ins Letzte planbar, für Jeden von uns.
    Die Vergangenheit spielt ihre Rolle ohnehin, denn aus ihr kommen unsere Erfahrungen. Diese sehe ich als gesammelte Schätze an, die mir ermöglichen abzuwägen und entscheiden, im "Hier und Jetzt"!

    Schönen Sonntag
    Beate

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  3. Thank you for stopping by to visit and view my bird photos this weekend. It's nice to meet you!! And do, if you feel you can find time, return when you can to view other photos over the weekend.

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  4. Hallo Jutta,
    an solchen Gedanken wird wohl irgendwann kein Mensch vorbeikommen. Ich werde dieses Jahr 55 Jahre alt, und ich verdränge wahrscheinlich solche Gedanken, weil sie noch sehr weit weg liegen. Und weil ich auch positiv denke, dass ich möglichst lange fit und gesund sein will. Ich kann auch umgekehrte Beispiele nennen, dass meine Eltern (Vater 81, Mutter 78) noch relativ fit sind (trotz Krebs-OP bei meinem Vater im letzten Jahr) und für sich selbst sorgen können.

    Gruß Dieter

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Falls euch dazu was einfällt, ich würde mich über eure Ansichten dazu freuen.
Dankeschön