Dienstag, 22. April 2014

Ich hatte einen Traum,

und dieser Traum, der mich, man kann fast sagen bereits seit Jahrzehnten begleitet hat, dieser Traum müsste nun langsam in Angriff genommen werden.
Denn dieser Traum lautete:
Wenn wir mal Rentner sind, dann werden wir umsiedeln.
Und zwar in den Pfaffenwinkel, genauer gesagt nach Lechbruck am See ins schöne Ostallgäu !
Ich bin ja nun bereits schon 3 Jahre im Unruhe-Zustand und mein Mann wird voraussichtlich im September diesen Dauerzustand antreten..
Aber, ja, nun kommt das große aber:
In der Zwischenzeit, in all den vielen Lebensjahren hat sich so manches getan.
Und hat die Pläne, die wir mit Leidenschaft immer besonders dann, nach einem Urlaub in unserer Traumumgebung hegten, recht ins Abseits gerückt.
Es sieht schlecht aus für unseren Traum.
Sicher, rein theoretisch wäre es schon machbar.
Ein bisschen Mut gehört dazu, Kompromissbereitschaft und Umdenken, aber es würde schon gehen.
Trotzdem, das, was ich all die vergangenen Zeit mit einer Handbewegung zur Seite gewischt habe, dieses Gefühl, diese Begriffe, scheinen nun plötzlich wieder an Bedeutung zu gewinnen:

Verwurzelung, Freundschaften, Bequemlichkeit, Sicherheit, die Angst vor Einsamkeit,die Töchter und dann doch das Alter, die Krankheiten...

All das nimmt  nun , da es soweit ist, ganz andere Bedeutung an wie in der Planungsphase.
Mittlerweile denke ich fast, dass dieser Traum so eine Art Rettungsanker war !
Ein Strohhalm, an dem man sich festklammern konnte, wenn der Alltag zu grau, die Umgebung zu vertraut, die Menschen zu nervig und allgemein das tägliche Auf und Ab zu anstrengend  und unbefriedigend war.
Wartet nur ab, einmal machen wir unseren Traum war und dann leben wir dort, wo andere Urlaub machen.
Können  ohne Hast und begrenzte Aufenthaltszeit in unserer Traumgegend leben, die Berge jeden Tag sehen, die schönen Dörfer, die Kühe auf der Weide, die sanften Hügel und die netten Menschen mit ihrem so sympatischen Dialekt, der uns schon so vertraut ist.

Jetzt wäre es also an der Zeit !
Aber nun hat diese Zeit ein ganz anderes Gesicht.
Die Vernuntf rät ab.
Soll man ihr zustimmen oder sie ignorieren ?






Kommentare:

  1. Liebe Jutta,
    solange man träumt ist man nicht alt, man möchte diese Träume auch verwirklichen.
    Ich fühle mich überall wohl, wo meine Familie ist, würde nicht wegwollen aus der Umgebung.
    Urlaube, immer wieder mal an diese Orte, die mich in meinen Träumen begeistert haben,
    das möchte ich schon erleben. Natürlich ist das meine Meinung, aber ich bin eben ein ganz
    pragmatischer Mensch, der die Abenteuerlust immer hinten angestellt hat und natürlich spielt auch
    das Alter eine Rolle. Ich möchte Sicherheit, nicht wieder von vorne beginnen, aber zu träumen möchte
    ich auch nicht aufhören.
    LG Sadie

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  2. Ein schwieriges Thema. Für jemanden wie mich, der immer unter Heimweh leidet, stände es außer Frage. Außerdem ist meine ganze Familie hier in meiner Nähe. Versuch doch einmal folgendes: Stell dir euer Leben in den nächsten 10 Jahren vor - an dem Ort, an dem ihr jetzt wohnt mit allem, was euch bekannt ist. Wie fühlt es sich an? Gut oder schlecht? Und dann der andere Fall. Stell dir vor, du hast eine Traumwohnung gefunden in eurem Traumort. Du packst deine 7 Sachen und ziehst dort hin. Erlebst dort keinen Urlaub, sondern den ganz normalen Alltag. Wie ist das Gefühl? Gut oder schlecht? Vielleicht hilft dir das bei der Entscheidungsfindung. Und egal, wie du dich entscheidest, nimm dir vor, in 10 Jahren nicht zu sagen: Hätten wir damals mal diese oder jene Entscheidung getroffen, denn die Entscheidung, die du jetzt triffst, ist dein Weg, für den du dich entschieden hast. LG Martina

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  4. Liebe Jutta,
    ja, Träume sind wichtig im Leben. Ich habe auch ganz viele. Sie halten einen aufrecht, helfen einem über eine gewisse Zeit hinweg. Und manchmal müssen sie gar nicht wahr werden. Zuweilen merkt man auch, dass sich einiges an der eigenen Situation verändert hat und der alte Traum nicht mehr so richtig passt, abgeändert werden muss.
    Mir hilft es immer weiter, wenn ich mir eine Liste mache. Notiere, was dafür spricht und was dagegen. Wichtige Argumente deutlich hervorhebe, Nebensächlichkeiten kleiner. Und dann überlege ich: Was möchte ich auf keinen Fall? Womit könnte ich mich notfalls arrangieren? Und danach treffe ich meine Entscheidung.
    Wenn man sich als Paar entscheiden muss ist es noch schwieriger *seufz*
    Wäre es eine Option für euch, euch in eurer Traugegend eine Ferienwohnung zu kaufen (oder für länger Zeit zu mieten) und euer jetziges Domizil noch nicht ganz aufzugeben?

    Sei ganz lieb gegrüßt
    Uschi

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Falls euch dazu was einfällt, ich würde mich über eure Ansichten dazu freuen.
Dankeschön