Mittwoch, 28. Mai 2014

Man wird halt mal einfach älter,

da beißt die Maus keinen Faden ab !
" Wenn du nicht alt werden willst, dann musst du jung sterben "-. . . O-Ton meiner Oma.
Jeder weiß es, jeder nimmt es zur Kenntnis, aber jeder verarbeitet diese Tatsache für sich unterschiedlich,
Mein Altwerden geht langsam von statten.
Aber auch unaufhaltsam.
Ich nehme es noch mehr unterschwellig war und irgendwie , wie soll ich mich ausdrücken, gewöhne ich mich tatsächlich langsam daran.
Was mir auffällt ist mein verändertes Denken darüber.
Noch vor ein paar Jahren war ich zutiefst erschrocken,  dass wohl jetzt  mein letztes Lebensdrittel beginnt.
Unaufhaltsam, unabänderlich, tatsächlich.
Und ich sah nur noch Probleme, ja auch Ängste und Misstrauen vor meinem inneren Auge.
Misstrauen mir gegenüber.
Wie werde ich wohl damit fertig, nicht mehr zu der lebensfrohen, agilen und "Alles oder Nichts- Gesellschaft " zu gehören ?
Wie werde ich damit fertig, dass die Arztbesuche zu nehmen werden, der Gang in die Apotheke Routine und die Beschwerden auch deutlich beschwerlicher werden ?
Wie werde ich mich einreihen in die lange Kette der sogenannten
Silver Ager, Golden Ager und Best Ager ?
Interessantes zum BestAger
Ich habe mich entschlossen,mich nicht einzureihen !
Ich bin so, wie ich bin und werde mich auch nicht im Seniorenalter unterordnen, bzw. vermarkten lassen.
Ich kleide mich so, wie ich finde, dass es zu mir passt.
Ich frage nicht danach, ob das auch altersmäßig angebracht ist .
Ich lasse mich aber auch nicht dazu überreden, jetzt noch mal richtig loszulegen, den Motorradführerschein zu machen, Besuche in Wellness-Tempel im Abonnement zu erwerben,  joggen anzufangen, und so weiter und sofort !
Nein, ich werde all das nicht tun, ich werde einfach weiterleben.
So, wie bisher, nur eben etwas langsamer, etwas bewusster, etwas gelassener.
Und wenn mal ein schwarzes Loch vor mir auftaucht, kann ja mal vorkommen, dann werde ich an mein schönes, ausgefülltes Leben denken, durch das ich bisher gehen durfte.
Dass ich so manche Tiefen durchschritten habe, die mich aber auch immer wieder auf die Höhe geführt haben.
Dann werde ich mir sagen, dass es immer noch schön werden kann, denn die Natur um mich herum wird bleiben.
Meine Freude an der Musik wird bleiben.
Meine Freude an meinen Hobbys, die ich auch im Alter noch ausführen kann, werden bleiben.
Und dass ich immer noch neugierig bin auf die Welt, das wird auch bleiben !
Dass ich noch nachfragen kann und auch will, dass ich immer noch bereit bin, dazu zu lernen, dass ich einfach dankbar sein kann !
Das ist doch was !
Und als letzte dann der Trost, dass nichts vergeht, dass alles Leben in irgend einer Form weiter existieren wird . . . 
... aber das ist wiederum  ein anderes Thema, für ein anderes Mal.













Kommentare:

  1. Liebe Jutta, ich freue mich sehr, dass du deine Worte wieder gefunden. Aber noch mehr, dass du deinen Weg wieder siehst.
    Wir lassen uns den Quatsch nicht einreden, dass man im Alter nicht mehr leben kann. So ein Blödsinn. Langsamer, bedächtiger,
    ja und. Macht doch nichts. Sollen die Jungen sich abhetzen - haben wir doch gar nicht mehr nötig. Das Leben ist doch schön.
    Im Frühjahr und Sommer anders als im Herbst und im Winter. Warum sollten wir denn jetzt schon an den Winter denken,
    wir leben doch im Herbst!!! Die Haare werden grau, so wie die Blätter sich färben. Aber sie sind doch schön - oder nicht.
    Wer sagt denn, dass man im Alter automatisch krank werden muss? Das lassen wir uns nicht einreden!! Auf keinen Fall!
    Wir wissen, dass wir endlich sind - wir wissen aber nicht, wann das Ende (hier auf der Erde) kommt. Aber ist das wichtig?
    Irgendwann gehen wir durch eine Tür, die uns nicht von einem Zimmer in ein anderes führt, sondern in einen anderen Raum,
    den unendlichen Raum. Denn wir sind ewig und wir sind schon genau so oft verstorben, wie wir auch wieder geboren wurden.
    Warum sollten uns das Alter oder der Tod ängstigen? Wir sind, was wir denken - wir sollten wohlwollend über uns und das
    Alter denken! Ich wünsche dir und mir, dass wir unseren Weg nicht aus den Augen verlieren und ihn zielstrebig gehen -
    bis da eine Tür ist, die wir durchschreiten dürfen, um das Leben das mit all seinen Höhen und Tiefen dann hinter uns liegt,
    zu beenden! Alles Liebe für dich! Martina

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    1. Danke liebe Martina,
      deine Worte tun mir gut !

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Dankeschön