Dienstag, 4. November 2014

Assoziationen die mich mit meiner Vergangenheit verbinden

In meinem Leben haben mich sicher viele Ereignisse und Bemerkungen geprägt, die bewusst und unbewusst in meinem Gehirn abgespeichert sind.
Das geht ja wohl jedem Menschen so.
Aber jeder Mensch hat da seine ureigenen Prägungen .
Neulich, als mir wieder mal so ein Moment in den Sinn kam, habe ich mal versucht, eine Liste solcher Ereignisse, Gegenstände Sätze ect. zu sammeln.
Das kam bisher dabei heraus:
Es gibt Düfte, die bei mir sofort Assoziationen ausüben, die mich mit meiner Mutter in Verbindung bringen.
Maiglöckchenduft, da sehe ich sofort die Flasche Parfüm vor mir, so geriffeltes Glas mit einem goldenem Drehverschluss. Meine mutter hatte immer ein Taschentuch dabei, welches mit ein paar Tropfen damit beträufelt war.
Und Maiglöckchen als kleiner Blumenstrauß, 
wenn ich solch einen Strauß sehe, dann muss ich auch sofort an meine Mutter denken. Beim Wochenmarktbesuch konnte sie nie daran vorbei gehen und kaufte sich immer ein Sträußchen.
Und dann gibt es noch den mystischen Geruch 
des Duft-Öls " Geranium ", der bei mir schlagartig eine sehr melancholische Stimmung auslöst die mich irgendwie traurig, bzw, wehmütig macht, die ich aber einfach nicht zuordnen kann.
Allerdings glaube ich, warum auch immer, dass dies sehr frühe Erinnerungen wachruft aus meinen ersten Lebensjahren.
Kirschen, so leuchtend saftig rot und 2 an einem Stiel, da fällt mir sofort der weiße Strohhut meiner mutter ein, der mit solchen rotglänzenden Kirschentrauben seitlich geschmückt war und ich sie damit als Kind immer so bewunderte und hübsch fand.
Und dann bekomme ich so richtig schmerzlich Sehnsucht nach ihr !
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Wenn ich im dunkeln Auto fahre, und Fernlicht einschalte, dann höre ich meinen Vater immer sagen...wenn dir in einer Kurve ein Lichtstrahl anfängt zu begegnen, sofort das Fernlicht abblenden, so blendest du den Entgegenkommenden nicht !
Wenn du auf der Autobahn überholst, dann habe deinen Finger immer in der Nähe der Lichthube,( Abblendlichtschalter )dann kannst du gleich reagieren......mache ich heute noch so !

Wenn ich zwischen dem zubereiten einer Mahlzeit immer alle gebrauchten Utensilien gleich wieder abwasche und 
verräume, kommt mir immer, mit einem kleinen Schmunzeln auf den Lippen, der Satz meiner Mutter in den Sinn . . das ist der Maggi-Tipp !
In irgend einer Werbung der Firma Maggi kam dies wohl vor Jahrzehnten als Tipp für die Hausfrauen einmal vor und 
seitdem ist es eben der Maggi-Tipp ;-)
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Je älter ich werde, um so mehr fallen mir Dinge aus der Vergangenheit ein.
Und machen mir  (manchmal auch schmerzlich) bewusst, wie lange ich schon leben durfte und wie sehr ich Menschen vermisse, die nicht mehr da sind, zumindest in meiner realen Welt.

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So, jetzt würde mich mal interessieren, ob ihr auch solche Erinnerungen habt, die euer Leben prägen.











Kommentare:

  1. Hab ich, liebe Jutta! Meine Mutter träufelte stets Kölnisch Wasser auf ihr Taschentuch - also 4711! Ich mochte das überhaupt nicht. Wir fuhren einmal an einem Sonntag mit meiner Tante und meinem Onkel zum Blaubeerpflücken. Wir haben nicht nur die Schälchen befüllt, sondern auch unsere Mägen. Es war übrigens die Zeit, als es noch keine Kopfstützen in den Autos gab und schon gar keine Kindersitze. Für mich war nur noch ein Platz vorne auf dem Schoß meiner Mutter. Das Autofahren konnte ich aber nicht so gut vertragen. Da wurde mir regelmäßig schlecht. Als ich ankündigte: Mir wird übel, holte Mutter sofort ihr Taschentuch heraus. Der Duft war dann das I-Tüpfelchen und alles, was sich in meinem Magen befand, ergoß sich - über sie, über mich, im Auto! Ein Gestank, der lange anhielt - und alles war blau eingefärbt. Das verbinde ich mit 4711!
    Wenn ich Kirschen sehe, denke ich daran, dass mir erzählt wurde, dass ich den Nachbarn, als ich noch ziemlich klein war, angesprochen habe, weil ich von seinen Kirschen naschen wollte: Meier-Opa zwei Tück! Das bekam ich jedesmal zur Kirschenernte erzählt.
    Danke für die Erinnerung an vergangene Zeiten! Martina

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  2. Ein schöner Post. Mir fällt immer mehr auf, wieviele Dinge ich mache wie meine Mutter, besonders in der Küchen. Stricken tue ich noch genauso, wie ich es von meiner Oma gelernt habe. Und beim Autofahren mache ich so einige Dinge immer noch ganz genauso wie es mir mein Fahrlehrer beigebracht hatte

    Liebste Grüße zu dir :-)

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Falls euch dazu was einfällt, ich würde mich über eure Ansichten dazu freuen.
Dankeschön