Samstag, 13. Dezember 2014

Es gibt viel nachzudenken

in dieser dunklen Jahreszeit.
Bedingt durch mehr Zeit, die man zu Hause verbringt.
Mangels Gelegenheit, sich im Freien zu beschäftigen, da fehlt mir dann mein kleiner Garten.
Denn obwohl ich ja nicht unbedingt die große Gärtnerin bin ;-)
so habe ich doch immer irgendwas zu werkeln...oder zu genießen.
Da verflüchtigen sich meist schwermütign Gedanken.
Oder man vergisst einfach über Dinge nachzudenken, die Schwermut und Grübeleien auslösen könnten.
Dazu kommen dann auch noch die langen, hellen Abende, da kommt mir die Sommerzeit doch sehr entgegen !
Aber zur Zeit sitze ich oft vor meinem Laptop und sinniere vor mich hin.
Soll ich meinen Gedanken freien Lauf lassen und niederschreiben, was mich so bewegt,
was mich unruhig macht, nachdenklich und auch irgendwie ängstlich ?
Dann lasse ich es doch meistens sein,
weil ich mich selber nicht so hinunter zeihen lassen möchte von meinen Gedanken,
denn wenn ich mich mal so richtig meinen Gefühlen hingebe, kann es sein, dass ich mich zu sehr darin verliere und das ist wiederum auch nicht gut für mich.
Vielleicht liegt es ja auch nicht unbedingt an den langen, dunklen Tagen und Nächten.
Vielleicht liegt ja  auch daran, dass mein 65. Geburtstag  demnächst bevor steht.
Ich habe kein Problem mit dem Alter, nein, das ist es nicht,
aber ich habe Probleme damit, dass ich merke, wie ich mich doch mehr und mehr von den Zeiten der Jugend und des " Mittelalter " entferne und sich die gewissen Wehwechen und sonstige Missstände einstellen.
Und dass ich das tatsächlich jedes Jahr spüre, egal in welcher Hinsicht.
Und dass die Endlichkeit immer näher rückt !
Und dass mir das mehr und mehr bewusst wird, wenn ich in der Tageszeitung die Todesanzeigen lese. Früher habe ich diese Seite meistens überblättert, aber jetzt, jetzt schaue ich als erstes immer auf das Geburtsjahr und erschrecke, wie viele Menschen doch mein Jahrgang waren,
oft sogar noch jünger.
Gestern habe ich dann diesen Begleittext in einer Anzeige entdeckt,
ein Zitat von Bischof  Charles Henry Brent.
Ich habe ihn so  mit einem Foto von mir umgesetzt und irgendwie finde ich den Text sehr tröstlich.
Eigentlich glaube ich auch daran, ich will daran glauben.
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Kommentare:

  1. Liebe Jutta
    o ja wie ich das auch kenne und ich bin 55 Jahre alt.. auch ich muss auf passen sehr wenn ich was schreibe oder auch nach lese bei mir. Ich find es gut wenn du es so machst..
    Dieses Zitat ist wunderbar zu verstehen dankeschön fürs reinsetzen.. auch ich merke wie ich vieles näher ist was jetzt mehr in mir arbeitet wie im Sommer, es ist diese Stille die aufkeimen lässt so manches was man verdrängte oftmals.
    Mein grösster Wunsch war immer offen dadrüber zu schrieben ohne grosse Hemmungen und mir tat es gut. Heute schaue ich alll die Bilder die früher gemalt wurde wieder an und sehe vieles anders oder das geschriebene vor über 10 Jahren her ist...
    Ich wünsche dir eine gute Nacht und träume was schönes...
    Elke

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  2. Man kann es nicht besser sagen. Da Beispiel mit dem Schiff ist berührend. Genau so ist es! Es ist nicht vorbei, niemals wird es vorbei sein. Endlichkeit gibt es nur hier auf der Erde. Das Universum kennt kein Ende. Wir sind ein Teil dessen! - Dennoch ist eine Angst vor dem da, was da kommt. Es ist uns nicht möglich, hinter den Vorhang zu schauen. Worüber ich manchmal nachdenke ist: Wenn ich durch die Tür gegangen bin, habe ich dann alles vergessen, was mich hier zu Lebzeiten umgab, so wie ich jetzt vergessen habe, wo ich vor meiner Geburt war?!?! Einen gemütlichen 3. Advent! Martina

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  3. Sehr beruehrend und ehrlich was Du schreibst! Ich denke wir alle gehen durch aehnliche Phasen und mit zunehmenden Alter wird uns unsere Endlichkeit mehr und mehr bewusst. In diesem Jahr habe ich drei Lieben verloren, der Tod hat damit fuer mich den Schrecken verloren. Lebe das Hier und das Jetzt , wir haben nur dieses einzige Leben.

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Falls euch dazu was einfällt, ich würde mich über eure Ansichten dazu freuen.
Dankeschön