Donnerstag, 7. Januar 2016

Manchmal will ich alles auf einmal machen

und dann bin ich richtig hektisch und überaktiv.
Das ist meistens ein Zeichen, dass was nicht mit mir stimmt.
Leider weiß ich auch nicht wie und was ich dagegen unternehmen kann.
Gottseidank hält diese Phase nicht gar zu lange an, aber mir gefällt das nicht.
Dieses unkontrollierbare, aufflackern Unruhegefühl, dieses das oder jenes machen zu wollen und das Gefühl der Unausgeglichenheit dabei !
Meine Mutter war jahrelang manisch depressiv und ich habe manchmal Angst, dass ich es auch werden könnte.
Allerdings meinte mein Seelendoktor, dass es bei diesem Krankheitsbild doch ganz andere Symptome gäbe, also keine Gefahr in Verzug wäre. Ich solle mir nicht zu viele Gedanken darüber machen, ich wäre mit meiner Zauberpille doch recht gut eingestellt.
Aber trotzdem, so ein leise inneres Zaudern sitzt in mir fest.
Ich weiß, Positiv denken und der Krankheit keinen Raum bieten . . .. wenn es nur immer so leicht ging . . .

Kommentare:

  1. Liebe Jutta, da stehst Du nicht alleine da und brauchst dafür sicher keine Pille. Ich habe auch manchmal mehrere Sachen in Arbeit. Als ich gearbeite habe stand ich dazu noch unter Zeitdruck. Das ist vorbei. Mir hat meine Chefin damals gesagt wenn ich hektisch wurde, nicht auf die Uhr schauen, sondern alles nacheinander. Einteilung ist alles, das habe ich gelernt. Nun arbeite ich alles nacheinander ab, es funktioniert. Manchmal nehme ich mir auch die Scheißegalstimmung, das tut gut.
    In meinem Alter bin ich nun gelassen und setze mich nicht mehr unter Druck, auch nicht fremdgesteuert.
    Herzlichst, Klärchen

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  2. Liebe Jutta,
    ich kenne das, man will alles auf einmal machen und man ist hier überfordert und da wird man dann doch manchmal auch etwas unausgeglichen, das ist total normal. Es geht mir nicht anders.

    Ich sehe es wie dein Seelendoktor, es ist keine Gefahr im Verzuge, um depressiv zu sein, bedarf es ganz anderer Dinge. Also denke darüber am besten gar nicht nach. Schieb es auf die Seite, versuche es.

    Pillen, würde ich sagen nein. Es ist immer leicht der Griff danach und Ärzte sind da auch gleich mit dabei, weil der Patient dann auch schon zufrieden ist und vor allem weg ist. Mein Doc ist allerdings nicht so und er verschreibt auch nicht gleich.

    Bald kommt dein Enkelkind und du bist doch auch kreativ. Also mach langsam und nicht alles auf einmal.

    Mit lieben Grußen Eva

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  3. Danke liebe Jutta für deinen lieben Kommentar. Diese Unruhe kenne ich auch, möchte dann so vieles machen und bin doch irgendwie wie blockiert. Oder sehe vor lauter Bäumen den Weg nicht mehr. Dann hilft mir ein Gespräch mit dem Seelendoktor und die Spaziergänge mit Hund. Trotzdem möchte ich nicht ohne Zauberpille meinen Alltag bewältigen.
    Nein sagen und die Zeit für mich nehmen, die ich brauche - daran arbeite ich und das will ich auch erreichen.
    Liebe Grüsse
    Barbara

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  4. Liebe Jutta
    ich kenn das manchmal auch und ich mag das auch nicht aber ich halte inne und setze mich hin und sage was ist los? Und seit dem beruhigt es wieder und ich mache nur eins an diesem Tag mache extra was schönes so komme ich wieder auf mein normales wieder. Dieses hat wirklich nichts mit diener Mutter zu tun.Ich weis dass ich auch angst hatte früher irgendwas zu haben, heute ist es nicht mehr da. Ich find es gut wenn du es aufschreibst wie hier dann ist es draussen und die Angst ist sichtbar und du kommst besser damit klar.
    Ich drücke dich mal lieb von weiten
    Elke

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  5. Liebe Jutta

    Ja darüber könnte ich glatt ein Buch schreiben :-))
    Pillen habe nur kurz genommen vor 25J. sie haben mich
    fremd gesteuert !
    Mach dir keine Sorgen ,nehme einfach alles an wie es ist
    und ja keine Angst haben, den die Angst vor der Angst macht
    alles viel schlimmer !
    Und manisch depressiv bist du ganz sicher nicht !
    Wir haben uns einen Hund zugelegt ,habe angefangen zu malen
    das war wohldie beste Therapie !!!
    Alles ist leider nicht mehr weggegangen in den 25Jahren !
    Aber ich habe mit solchen Stimmungsschwankungen ,Schwindel etc...gelernt
    zu leben ,ich habe es einfach angenommen etwas anderes kann man ja
    nicht machen!
    Pillen sind für mich ein absolutes Tabu ,ich kenne viele welche seit
    Jahrzehnten Tabletten schlucken nehmen, sie sind nicht mehr sich selbst ,
    viele mussten schon einen Entzug mitmachen !

    Ich habe auch gelernt ,einfach das zu machen wozu ich Lust habe,
    ich lasse mich in kein Schema mehr rein pressen, habe gelernt:
    NEIN zu sagen!

    Dann wünsche ich dir fürs 2016 ganz viel Gelassenheit
    und viele wunderbare Momente !

    Herzlich grüsst dich
    Margrit


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  6. Hallo meine liebe Jutta, erst einmal mag ich Dir jetzt diese unbegründete Angst weg pusten weil das alles andere als gut für Deine Nerven ist. Kannst Du Dich noch an meine Geschichte erinnern über dumme Sprichwörter? Es geht bei mir um den Apfel der ja bekanntlich nicht weit vom Stamm fällt und mich hat dieses blöder Sprichwort so wütend gemacht. Was Deine Mutter hatte musst Du nicht auch bekommen und außerdem bist du doch so ein reger Mensch. Das mit der inneren Unruhe habe ich auch oft weil ich zu vieles auf einmal machen möchte.Also bin ich dann ja selbst schuld gell? Ich setze mich mit einem großen Glas stilles Wasser auf mein Bett und versuche meine Gedanken in den Griff zu bekommen. Auch nehme ich in der letzten zeit einen zettel und mache mir einen Tagesplan mit jenen Dingen die ich an dem betreffenden Tag machen möchte. Die Kunst der kleinen Schritte greift dann von ganz alleine. Manchmal erscheint mir aber dann auch oft eine Sache überflüssig wenn ich ruhig geworden bin. Für mich sind die Abendstunden immer sehr hilfreich. Dann kann ich meine geliebte Tagesbilanz ziehen und betrachten was ich erreicht oder geschafft habe und dann ist alles da Jutta; der Stolz über das Erreichte, die Zufriedenheit es geschafft zu haben und dieses tolle Gefühl der Ausgeglichenheit gesellt sich von alleine dazu. Ich nehme ein Naturmittelchen zur Unterstützung ab und zu. Ich sehe Dich lächeln Jutta und wünsche Dir noch einen schönen Freitag-Abend. Sei lieb gedrückt von Deiner Celine

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  7. Wenn ich ganz ehrlich bin, halte ich von einem 'positiven Denken' nicht ganz so viel, weil es auf der anderen Seite bedeutet, dass 'negatives Denken' falsch wäre. Und da habe ich so meine Zweifel, denn es wird schon auch seinen Sinn haben. EINEN Zweifel habe ich allerdings nicht: DU bist NICHT deine Mutter. Lass die Krankheit bei ihr!!! Es ist nicht DEINE!!! Du führst ein ganz anderes Leben als sie. Und der schlechteste Begleiter, den wir haben können, ist die Angst!!! Ich schick dir liebe Grüße! Martina

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Falls euch dazu was einfällt, ich würde mich über eure Ansichten dazu freuen.
Dankeschön