Montag, 13. Juni 2016

Man stumpft ab

irgendwie.
Was zu viel ist ist zuviel.
Mir geht es jedenfalls so.
Ich glaube, meine Seele hat einen Schutzwall aufgebaut, sie will die täglichen Horrormeldungen einfach nicht mehr hören oder sehen.
Jeden Tag eine oder mehrere Katastrophen, die immer haarklein in den Medien präsentiert werden !
Ja schon, die Welt muss erfahren was los ist, verstehe ich.
Aber ich für meinen Teil schalte ab, wenn wieder, wie gestern, so eine unglaubliche Tat eines einzelnen Menschen,
wie jetzt in Amerika, passiert ist.
Terror-Hintergrund ? man untersucht.

Zu viel Leid, zuviel Horror, einfach zu viel.

Ich nehme zur Kenntnis, dass grausame Dinge passieren, hier im eigenen Land oder weltweit.

Ich versuche, mich nicht zu sehr herunterziehen zu lassen.
Mein Leben ist schön, ich möchte es leben, froh, glücklich und zufrieden.
Darf man das angesichts der allgemeinen Weltlage ?

Man darf, denke ich !




Kommentare:

  1. Ich denke, man muß. Man muß seine Seele ein Stück weit schützen. Zwar aufmerksam und mitfühlend sein, aber man muß auch nach sich selber sehen. Die heutige Zeit mit Internet und all dem macht uns das schwer. Man fühlt sich gleich schuldig, wenn man nicht bei allem mitverzweifelt. Man hat ja auch noch seine ganze eigenen Verzweiflungen und Sorgen ...
    Liebe Grüße Ellen

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  2. Und ob man darf. Ich nehme dass alles auch zur Kenntnis, aber lasse es nicht mehr an mich heran. Für Einige mag das kalt und hartherzig erscheinen, aber was bringt es, wenn ich dadurch schlecht drauf bin und mir ständig Sorgen mache ... es ändert sich deshalb auch nichts. Deshalb lebe ich glücklich vor mich hin!

    GLG
    Ines

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  3. Liebe Jutta,
    das hast du sehr gut geschrieben!

    Es ist sehr viel im Außen, sehr viel was einen erschüttert,
    aber auch sehr viel, wo man nicht helfen, nichts bewirken kann...

    Ich für meinen Teil, versuche in meinem Umfeld zu wirken, da was zu tun, da zu sein, in meinen Grenzen, wo ich was bewegen und helfen kann und dankbar zu sein für mein Leben, es zu leben und es dankbar zu genießen und Mitgefühl zu haben mit den Menschen und auch mit mir, wenn es nötig ist...
    Manchmal wünschte ich mir zu meinen wahrnehmenden Augen auch noch viel mehr Kraft zu haben, ich finde es schwer so viel wahrzunehmen im Umfeld und trotzdem manchmal nicht helfen zu können....

    Eine gute Woche für dich liebe Jutta,
    herzlich Monika*

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  4. Liebe Jutta

    Mir geht es ganz ähnlich. Ich schotte mich inzwischen bewusst ab. Es gibt Dinge und Erlebnisse, die mir auch sonst zu nahe gehen. Jedenfalls versuche ich, in meiner direkten Umgebung zu wirken und mich einzubringen. Die Geschehnisse in der Welt lassen mich oft ohnmächtig zurück. Ich bleibe lieber handlungsfähig. ...

    Lieber Gruß, Anne

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  5. Mir geht es ähnlich. Und für die Amerikaner mit ihrer Waffenlobby habe ich so oder so kein Verständnis. Wenn ich mir vorstelle ich reise in die USA, und jeder Mensch trägt eine Waffe mit sich herum, nee das brauche ich nicht. Aber nun geht es schon um eine globale Krise, und auch ich muss mich vor den täglichen Horrormeldungen schützen.

    Liebe Grüsse, Nada

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  6. Mich macht auch das Weltgeschehen traurig und ich fühle mich oft ohnmächtig. Das hat mir und meiner Seele nicht gut getan. Ich schaue nicht weg aber bin mir dessen bewusst, dass mein "zu-schauen", weil zur Handlungsunfähigkeit verdammt, nichts bringen kann. Ich versuche in meinem Radius die Welt ein wenig schöner zu gestalten. Höre den Menschen zu die ich erreichen kann und versuche hier zu helfen wo es möglich ist. So kann ich vor mir selber gerade stehen und das ist mir wichtiger als bewusst diese Schreckensbilder, auch hier im Netz, aufzuschlagen und sinnlose Kommentare zu schreiben. Ich bin keine Kirchgängerin aber habe meinen Glauben der mir sehr hilft. Ich glaube dass jedes Lebewesen nicht zufällig an seinen Platz gestellt oder hinein geboren wurde. Ich sende Dir ganz liebe und aufmunternde Grüße; Deine Online-Freundin Celine

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  7. Natürlich darfst du, Jutta - wie wir alle. Wir sprachen gestern im Kreis der Familie auch darüber. Früher gab es auch viel Negatives in der Welt, doch die Menschen erfuhren kaum davon. Heute sind wir weltweit vernetzt - wir bekommen das Elend der ganzen Welt vor Augen geführt. Damit umzugehen, ist nicht einfach und ich denke, da müssen wir uns manchmal schützen. --- Genau so ist es mit dem Wetter, es gab schon immer weltweite Katastrophen, doch die Menschen erfuhren kaum davon. Als es noch keinen Fernseher gab, was kam da bei den Menschen an?
    Ich wünsche dir einen angenehmen Abend! LG Martina

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  8. Liebe Jutta,
    ich nehme die Dinge wahr, versuche sie aber nicht allzu nah an mich rankommenn zu lassen. Das Elend ist so groß und wenn man sich zu sehr damit beschäftigt, zieht es einen runter. Und das kann und will ich mir nicht leisten. Ich habe gegen meine Krankheit anzukämpfen. Dafür brauche ich meine ganz Kraft.
    Einen angenehmen Abend wünscht dir
    Irmi

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  9. Liebe Jutta,
    natürlich darf man. Wie Celine sagt, gab es früher genauso viel, nur man hat es durch die Medien nicht erfahren.

    Und, wenn ich das alles, was ich tagtäglich im Umgang mit meinen Senioren insbesondere meiner Seniorin, die einen ganz bösen Krebs im Endstadium hat, an mich heranlassen würde, dann müßte ich wohl in einer Ecke sitzen und heulen.

    Nein, man muß auch einen gewissen Selbstschutz aufbauen. Sonst geht man daran kaputt. Allerdings haben wir immer wieder Seminare, die uns das lernen lassen.

    Ich komme aber immer wieder zu der Erkenntnis, dass es mir gut geht und ich mein gutes Leben habe und dafür sehr dankbar bin.

    Mit lieben Grüßen Eva

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  10. Abschotten darf man sich nicht, aber eine Schutzmauer um sich bauen, eine kleine Grenze. Was nicht gut tut außen vorlassen. Es gibt immer wieder Unglücke ,Katastrophen und auch persönliche Schicksale die ungefragt kommen.Man ist nicht für alles verantwortlich und darf sein eigenes Leben leben, nicht das der anderen.
    Mitfühlen, und Emphatie haben ist etwas Gutes, Mitleiden macht krank.
    Da wo man helfen kann und will, sollte man es tun, aber man kann nicht allein die ganze Welt retten.
    Deine Gedanken sind auf dem richtigen Weg, Jutta, und bleibe Du dabei, tue das was Dir gut tut.
    Liebe Grüße, klärchen

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  11. HIER OBEN RECHTS:::: - einfach ein Jutta K. drauf und ich wäre glücklich, wenn ich es bei genau solchen Ereignissen wie hier geschildert verwenden dürfte.
    ich hatte bei der Ermordung der englischen Politikerin jetzt die Tage einen Engel.
    aber sowas markantes mit wiedererkennungswert und dann selbstgemacht - da würden wir der Welt doch ein Zeichen hinterlassen....
    sag mal, ob du es teilen möchtest...

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Falls euch dazu was einfällt, ich würde mich über eure Ansichten dazu freuen.
Dankeschön