Bücher lesen

Fast mein ganzes Leben lang war ich ein Bücher-Fan.
Und ich bin es immer noch.
Leider jedoch habe ich in den letzten Jahren das Lesen verlernt.
Ja, so kann man es sagen.
Mir fehlt plötzlich die Geduld, ein Buch von Anfang an durch zu lesen.
Nach ein paar Seiten werde ich regelrecht kribbelig und dann dauert es nicht lange und ich muss das Buch beiseite legen.
Manchmal überspringe ich auch Seiten, die mir zu lange und detailliert Situationen beschreiben. Obwohl dies ja wohl auch die Schreibkunst des Autor betreffen.
Aber mir dauert oft alles viel zu lange und dann verliere ich auch die Lust.
Ich weiß noch, dass ich als Kind und Jugendliche stundenlang in ein Buch vertieft war und ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte nun aus ging.
Ich bin etwas traurig, dass mir diese Gefühl,  gefesselt zu sein von Wörtern auf Buchseiten,  irgendwie verloren gegangen ist.
Woran das liegt . . ich weiß es nicht.
Zeit habe ich ja eigentlich genug.
Vielleicht sollte ich einfach mal, anstatt den Fernseher einzuschalten, mich hinsetzten und ein Buch zur Hand zu nehmen und einfach anfangen zu lesen.
Ich werde es mal versuchen.
Ich habe einigen neuen Lesestoff im Regal.
Aber ein Buch muss ich erwähnen. 
Und das ich tatsächlich immer mal hervorhole und lese.
Ein Buch, bei dem ich immer noch angerührt bin, auch jetzt noch, mit fast 70 Jahren:
Ein Kinderbuch von Astrid Lindgren
" Mio, mein Mio "

Ob ihr es glaubt oder nicht,
noch immer bekomme ich eine leichte Gänsehaut, wenn ich vom Ritter Kato lese,
dem sprechenden Brunnen und dem Pferd Miramis und all den anderen zauberhaften Geschehnissen.
***
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Kommentare

dori hat gesagt…
Liebe Jutta,

mir geht es genauso: Ich habe das Lesen "verlernt"! Wie Du - - das lange Lesen. In der Tat!

Sind es vielleicht auch die stärkenen Brillen, die ich zum Lesen brauche?

Also ich möchte so wie Du sagen, es gibt ein paar Bücher, die sind mir so wichtig wie ein paar Freunde, die unser Leben nachhaltig prägen.

Bei mir habe ich das Lese-"Problem" so gelöst:

Ich habe immer ein Buch (Lieblingsbuch) bereitliegen und lese darin - eher im Sommer - täglich zehn Zentimeter Text. Das geht natürlich nur bei bestimmen Büchern, die nicht auf schnelles Reinfressen ausgerichtet sind.

Will mir jemand ein Buch zukommen lassen, sage ich von vornherein, es dauert auf jeden Fall ein ganzes Jahr, bis ich es durchhabe. Und deswegen lese ich nicht jedes Buch, was mir begegnet, ist ja gar nicht möglich.

Auch ich hole dann lieber - so wie Du das wunderbare Buch von Astrid Lindgren (muss es mir besorgen!) - heraus aus meiner Schatzkiste und verbringe mal wieder ein gutes Jahr mit einem guten altbewährten Freund, immer neu und nachhaltig tiefgehend...

Liebe Grüße von Dori

Elkes Lebensglück hat gesagt…
Liebe Jutta
ja das lesen ist nicht imme rso einfach. Ich habe ein Buch das lese ich mal mehr seiten mal weniger dauetrt auch was länger aber so hin und wieder brauche ich es zum Ausgleich.Ich hole auch hin und wieder aus unsere Bücherei Bücher.Manchmal nicke ich auch ein beim lesen.Also viel Spass beim lesen!
Lieben Gruss Elke
Pia hat gesagt…
Ich habe noch nie ein Buch wirklich Zeile für Zeile und Wort für Wort gelesen. Wenn mir die Beschreibung von für mich nebensächlichen Dingen zu ausschweifend ist, "hüpfe" ich einfach drüber und suche mir die Stelle im Text, wo es mit den wichtigen, interessanten, spannenden Dingen weitergeht.
Vielleicht hast du das Lesen gar nicht verlernt, sondern deine Art zu lesen, dein Anspruch ans Lesen hat sich mit der Zeit verändert. Wie alles in unserem Leben einem Wandel unterliegt. Guck einfach, wie es sich für dich jetzt am Besten liest. Nicht mit früher vergleichen. Das Heute zählt.
Liebe Grüße
Pia
Mascha hat gesagt…
Oh ja, Mio mein Mio - eine Geschichte, fast über die DDR... dachte ich damals beim Lesen.
Mir ergeht es mit zunehmendem Alter auch so, dasz ich öfter Bücher beiseite lege, weil sie für mein Verständnis einfach nicht gut genug geschrieben sind. Da fehlt mir der Anreiz. Und ich sage mir: es gibt sooo viele Bücher, die schaffe ich im Leben nicht mehr alle, wozu also meine Zeit noch mit einem schlechten Buch vertrödeln?
Aber wenn ein Buch wirklich sprachlich schön ist bzw. mich anspricht, dann kann ich mich noch genauso hineinversetzen wie früher. Vielleicht auch, weil ich keinen TV habe?
Liebe Adventsgrüsze von einer viel zu sehr eingespannten
Mascha